Sodbrennen gehört zu diesen alltäglichen Nervensägen, die immer dann auftauchen, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Ein bisschen Stress, ein zu schnelles Mittagessen, ein Kaffee zu viel und schon meldet sich dieses unangenehme Brennen hinter dem Brustbein. Doch bevor du zu Tabletten greifst, lohnt sich ein Blick auf eines der ältesten Hausmittel überhaupt: Tee.

Sanfte Helfer aus der Tasse

Kamille ist der Klassiker unter den Beruhigern. Ihr gelingt, was viele von uns im Alltag brauchen: Sie entspannt, lindert Entzündungen und beruhigt eine gereizte Magenschleimhaut. Eine Tasse am Abend kann Wunder wirken, vor allem wenn der Tag besonders wild war.

Fenchel, gern zusammen mit Anis und Kümmel, ist der natürliche Gegenspieler zu aufmüpfiger Magensäure. Diese Mischung ist nicht ohne Grund Bestandteil vieler Magen-Darm-Tees: Sie entbläht, entspannt und nimmt dem Brennen oft die Schärfe.

Etwas würziger wird es mit Ingwer, der nicht nur bei Erkältungen seinen großen Auftritt hat. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften können dafür sorgen, dass der Magen sich schneller wieder beruhigt. Warm, leicht scharf, wohltuend ist eine gute Wahl für zwischendurch.

Für manche Situationen lohnt sich auch ein Blick auf Süßholzwurzeltee. Er legt sich wie ein schützender Film über die Schleimhäute und kann Reizungen abmildern. Ideal, wenn es gerade etwas mehr brennt als sonst.

Eine weitere eher unbekannte, aber bewährte Option sind Malve oder Eibisch. Beide wirken mild schleimhautberuhigend und eignen sich besonders dann, wenn du etwas suchst, das sanft wirkt, ohne schwer im Magen zu liegen.

Und welche Tees solltest du lieber meiden?

Auch wenn viele ihn lieben: Pfefferminztee ist bei Sodbrennen nicht der beste Freund. Er entspannt den Magenschließmuskel so sehr, dass Magensäure leichter nach oben steigen kann. Für den Moment angenehm, langfristig aber oft kontraproduktiv.

Gleiches gilt für schwarzen Teegrünen Tee und generell alles mit Koffein. Das regt die Magensäureproduktion an und kann die Beschwerden verstärken. Wenn’s brennt, lieber Finger weg.

Kleine Rituale, große Wirkung

Tee hilft am besten, wenn du ihn nicht hastig herunterkippst, sondern bewusst trinkst. Lauwarm statt kochend heiß, ungesüßt statt zuckersüß und gern als kleine Pause mitten im Alltag.

Denn manchmal ist Sodbrennen nicht nur ein Zeichen von Ernährung, sondern auch ein Signal des Körpers: „Mach mal langsam.“

Es bleibt zu sagen

Wenn du Sodbrennen auf natürliche Weise begegnen willst, findest du im Teeregal eine ganze Reihe an kleinen Alltagshelfern. Kamille, Fenchel, Ingwer, Süßholz und Malve gehören zu den sanftesten und zuverlässigsten Begleitern. Probier aus, was dir guttut – denn dein Magen weiß oft selbst am besten, welche Tasse gerade die richtige ist.

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