Kategorien
Allgemein Ostern

Warum du im Supermarkt keine bunten Ostereier kaufen solltest

Ostern steht vor der Tür, und die Supermarktregale quellen fast über vor fertig gefärbten Ostereiern. Sie sehen bunt aus, sind direkt verzehrbereit und sparen dir auf den ersten Blick Zeit und Aufwand. Doch so verlockend diese Eier auch aussehen: Wenn du genauer hinsiehst, wirst du feststellen, dass sie vielleicht nicht die beste Wahl sind – weder für deine Gesundheit noch für dein Gewissen. Denn hinter der bunten Schale verbergen sich oft fragwürdige Produktionsbedingungen, undurchsichtige Herkunftsangaben und manchmal sogar gesundheitsbedenkliche Farbstoffe. Auch wenn es bequemer erscheint, fertige Ostereier zu kaufen: Du verzichtest damit auf Kontrolle, Qualität und Transparenz. In diesem Artikel erfährst du, warum du dieses Jahr lieber selbst zum Färbebecher greifen solltest – und wie du das ganz einfach und natürlich machen kannst.

Unklare Herkunft und Haltungsbedingungen

Bei rohen Eiern kannst du anhand des aufgedruckten Stempels erkennen, aus welchem Land das Ei stammt und wie das Huhn gehalten wurde. Gefärbte Ostereier hingegen gelten als verarbeitetes Produkt und müssen diese Kennzeichnung nicht tragen. Das heißt für dich: Du hast keine Ahnung, ob das Ei aus artgerechter Haltung stammt oder vielleicht aus einer Massentierhaltung mit schlechten Bedingungen kommt. Wenn dir das Tierwohl wichtig ist, solltest du deshalb unbedingt selbst über die Herkunft deiner Eier entscheiden.

Synthetische Farbstoffe mit Nebenwirkungen

Die bunten Farben der Ostereier entstehen meist durch künstliche Farbstoffe. Einige davon – wie Tartrazin (E102) oder Azorubin (E122) – stehen im Verdacht, Allergien auszulösen oder sich negativ auf die Konzentration und das Verhalten von Kindern auszuwirken. Zwar sind diese Stoffe in der EU zugelassen, aber je weniger davon auf deinem Teller landet, desto besser. Gerade für Kinderhände sollte man besonders sorgfältig auswählen.

Risiko durch Mikrorisse und Keimbelastung

Die meisten gefärbten Eier werden hart gekocht und ohne Kühlung angeboten. Das Problem: Wenn die Schale beim Kochen kleine Risse bekommen hat, können Bakterien eindringen. Diese Mikrorisse sind durch die Farbe oft kaum sichtbar. Im schlimmsten Fall isst du ein Ei, das nicht mehr genusstauglich ist – und das kann dir ganz schön auf den Magen schlagen.

Undurchsichtige Haltbarkeit

Auf bunt gefärbten Eiern fehlt oft das Mindesthaltbarkeitsdatum oder es ist nur schwer lesbar. So verlierst du schnell den Überblick darüber, wie lange die Eier noch frisch sind. Das führt dazu, dass viele dieser Eier entweder zu früh im Müll landen – oder zu spät gegessen werden.

Selbst gemacht ist einfach besser

Wenn du rohe Eier selbst kaufst, kannst du ganz gezielt auf Bio-Qualität und artgerechte Haltung achten. Und das Färben zu Hause? Macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch die Familie zusammen. Ob mit Rote Bete, Kurkuma, Heidelbeeren oder Spinat: Natürliche Farben sehen wunderschön aus und sind garantiert unbedenklich. Es gibt zahlreiche Anleitungen im Netz – du brauchst nur ein bisschen Zeit und Lust auf Kreativität.